Warum die Attribution bei der Internationalisierung scheitert
Internationalisierung multipliziert die Komplexität deines Trackings. Sobald du globale Märkte bedienst, prallen unterschiedliche Logiken aufeinander: Währungen, Steuersätze, lokale Versandkosten und länderspezifische Customer Journeys.
1. Shopify Markets: Die operative Wahrheit (Single Source of Truth)
Shopify ist das Fundament. Aber Vorsicht:
- Umsätze werden je nach Markt brutto oder netto ausgewiesen.
- Währungsumrechnungen erfolgen zum Transaktionszeitpunkt.
- Das Problem: Shopify zeigt dir das Was (Umsatz), aber selten das Warum (Marketing-Attribution) über Ländergrenzen hinweg.
2. Ad-Plattformen: Die "Marketing-Wahrheit"
Meta und Google Ads optimieren auf Basis von Modellen (z.B. 7-Tage-Klick).
- Der Gap: Ad-Plattformen ignorieren oft lokale Steuern, Versandkosten oder spätere Retouren. Ein hoher ROAS in Meta bedeutet im neuen Zielmarkt nicht automatisch Deckungsbeitrag in der Kasse.
3. CRM-Attribution (Klaviyo & Omnisend)
E-Mail-Marketing-Tools sind "großzügig" bei der Eigen-Attribution.
- Das Risiko: Wenn CRM-Flows sich Umsätze zuschreiben, die eigentlich durch einen teuren First-Click über Google Ads generiert wurden, zahlst du doppelt für denselben Kunden, ohne es im Reporting zu sehen.
Den Reporting-Blindflug beenden: Dein 3-Schritte-Plan
Viele Agenturen versuchen, dieses Problem mit noch mehr Budget oder neuen Creatives zu lösen. Wir setzen eine Ebene tiefer an: bei der Data Governance.
Schritt 1: Zentralisierung in Looker Studio
Wir führen alle Datenströme in einem Looker Studio Dashboard zusammen. Nur hier lassen sich Währungseffekte eliminieren und die Daten aus Google Analytics 4 (GA4) mit den tatsächlichen Shopify-Bestellungen matchen.
Schritt 2: Profitabilitäts-Check mit Plytics
Umsatz ist eine Eitelkeitskennzahl. Mit Plytics blicken wir tiefer in die Unit Economics pro Markt. Wir sehen nicht nur den ROAS, sondern die Contribution Margin nach Abzug aller Kosten (COGS, Logistik, Marketing).
Schritt 3: Inkrementalität testen mit A/BLYFT
Haben die Ads wirklich zum Kauf geführt oder hätte der Kunde ohnehin gekauft? Mit A/BLYFT validieren wir die Customer Journey. So verhindern wir, dass Marketingbudget in Märkte fließt, die organisch bereits gesättigt sind.
Fazit: Skalierung braucht Systemdenken, kein Tool-Stacking
Wer international mit Shopify Markets wachsen will, muss die Datenhoheit zurückgewinnen. Erst wenn die Attribution kanalübergreifend bereinigt ist, lohnt sich die Skalierung der Budgets.
Möchtest du dein internationales Reporting auf das nächste Level heben?
Wir analysieren deinen aktuellen Tool-Stack und zeigen dir, wie du mit Looker Studio und Plytics volle Transparenz über deine globalen Märkte erhältst.